Mietvertrag Ferienwohnung: kostenlose Vorlage (Word, PDF)
Mietvertrag für die Ferienwohnung als Vorlage in Word und PDF, Deutsch und Englisch: Brauchen Sie ihn bei Airbnb, was muss hinein, Kaution, Storno und Gesetz.
Ein Mietvertrag für die Ferienwohnung regelt auf zwei Seiten, was sonst die Buchungsplattform regelt: wer an wen vermietet, für welche Nächte, zu welchem Preis, mit welcher Kaution und was bei einer Absage passiert. Die Vorlage hat jeden Punkt auf Deutsch und Englisch. Die sandfarbenen Felder ändern Sie in Word.
Mietvertrag herunterladen (Word)

Brauche ich einen Mietvertrag, wenn ich über Airbnb oder Booking.com vermiete?
In der Regel nicht. Mit der Buchung entsteht der Vertrag schon: Bei Airbnb kommt er direkt zwischen Ihnen und dem Gast zustande, Airbnb ist nicht Vertragspartei (Airbnb-Nutzungsbedingungen für Nutzer in Europa, Abschnitte 1.2 und 4.2). Was gilt, steht im Inserat: Preis, Stornobedingungen, Hausregeln. Bei Booking.com akzeptiert der Gast mit der Buchung die Regeln, die ihm dabei angezeigt werden, etwa zu Storno und Kaution (Booking.com-Bedingungen).
Einen zusätzlichen Vertrag dürfen Sie bei Airbnb verlangen, aber nur offen: Die Bedingungen müssen in der Beschreibung des Inserats stehen und vollständig im Chat mit dem Gast. Erfährt der Gast erst nach der Buchungsanfrage davon, darf er die Unterschrift ablehnen und eine Stornierung mit voller Erstattung verlangen. Und Sonderregeln aus Ihrem Vertrag setzt Airbnb nicht für Sie durch (Airbnb-Hilfe). Der Vertrag darf auch nichts sagen, was den Bedingungen von Airbnb und Ihrem Inserat widerspricht.
Ihren eigenen Vertrag brauchen Sie bei Direktbuchungen: Stammgäste, Bekannte, Anfragen über Ihre Website. Dann gibt es keine Plattform, die Zahlung, Storno und Kaution festhält.
Aus unserer Erfahrung: Direktbuchungen sind bei uns selten. Die Wohnung ist fast immer belegt, und Gäste, die ohne Plattform wiederkommen möchten, finden oft keine freien Nächte. Stammgästen, die wir kennen und nach denen die Wohnung immer in Ordnung war, stellen wir einfach eine Rechnung aus (Vorlage für die Rechnung). Bei einem neuen Gast ohne Plattform ist der Vertrag Ihr einziger Beleg dafür, was vereinbart war.

Was muss in den Mietvertrag für die Ferienwohnung?
- Vertragsparteien: Ihr Name und der des Gastes, Anschrift, Telefon, E-Mail.
- Die Wohnung: Anschrift, Etage, Zimmer, Ausstattung als Anlage, höchstens zugelassene Personen.
- Mietzeit: Anreise ab, Abreise bis, mit Uhrzeit.
- Preis und Zahlung: Gesamtpreis, was enthalten ist (Endreinigung, Wäsche), Kurtaxe, Anzahlung, Restbetrag, Konto.
- Kaution: Höhe, wann sie zurückkommt, wofür Sie etwas abziehen.
- Storno: Was eine Absage des Gastes kostet und was gilt, wenn Sie absagen.
- Hausordnung: als Teil des Vertrags. Was hineingehört, steht in unserer Vorlage für die Hausordnung.
- Schäden: sofort melden, der Gast haftet für das, was er verschuldet.
- Unterschriften mit Ort und Datum.
Vergibt Ihre Stadt eine Registriernummer, schreiben Sie sie auch in den Vertrag (Ferienwohnung anmelden). Für ausländische Gäste kommt am Anreisetag der Meldeschein dazu; der Vertrag ersetzt ihn nicht.
Was sagt das Gesetz zum Mietvertrag für eine Ferienwohnung?
- Eine Ferienwohnung ist Miete auf Zeit. Für Wohnraum, der nur zum vorübergehenden Gebrauch vermietet ist, gelten Mietpreisbremse, Mieterhöhungsregeln und Kündigungsschutz nicht (§ 549 Abs. 2 Nr. 1 BGB). Die allgemeinen Regeln der Miete gelten weiter, zum Beispiel bei Mängeln.
- Schriftform ist keine Pflicht. Das Gesetz verlangt sie erst für Verträge über mehr als ein Jahr (§ 550 BGB). Ein Vertrag per E-Mail gilt also auch. Unterschrieben ist er im Streit aber leichter zu belegen.
- Ein Widerrufsrecht wie beim Online-Kauf gibt es nicht. Bei Unterkünften mit festem Termin ist es ausgeschlossen (§ 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB). Ob der Gast kostenlos absagen kann, entscheiden Ihre Stornobedingungen.
Anzahlung, Kaution und Storno: Was ist üblich?
Anzahlung. Ein Teil des Preises bei Buchung, der Rest vor der Anreise. In der Vorlage stehen 30 % als Beispiel.
Kaution. Sie sichert Schäden ab. Schreiben Sie hinein, bis wann Sie sie zurückzahlen und dass Sie nur echte Schäden mit Beleg abziehen, keine normale Abnutzung. Wir verlangen eine Kaution nur bei langen Aufenthalten, ab 20 Nächten: für den Fall, dass viel mehr warmes und kaltes Wasser verbraucht wird als besprochen. Bleibt der Verbrauch im Rahmen, bekommt der Gast alles zurück. Diesen Punkt finden Sie als eigene Zeile in der Vorlage.
Storno. Sagt der Gast ab, muss er die Miete grundsätzlich trotzdem zahlen. Sie müssen sich aber anrechnen lassen, was Sie sparen und was Sie durch eine neue Vermietung der Nächte einnehmen (§ 537 BGB). Pauschalen wie „50 % ab fünf Tagen vor Anreise“ sind üblich. Stehen sie in einem Vordruck, den Sie für alle Gäste verwenden, dürfen sie den üblichen Schaden nicht übersteigen, und der Gast muss nachweisen dürfen, dass Ihr Schaden geringer war (§ 309 Nr. 5 BGB). Der Satz dazu steht schon in der Vorlage.
Bei Airbnb und Booking.com haben wir flexible Bedingungen: bis fünf Tage vor Anreise kostenlos, danach die Hälfte zurück, kurz vor Anreise unter Umständen nichts. Schreibt uns ein Gast später, dass er krank geworden ist, kommen wir oft entgegen: Wir geben die Nächte wieder frei. Kommt eine neue Buchung, bekommt er sein Geld zurück, sonst nicht. Solche Gäste verschieben oft nur und kommen später. In die Vorlage haben wir deshalb geschrieben: Vermieten Sie die Nächte neu, zahlen Sie zurück, was Sie dafür einnehmen.
Mietvertrag, Hausordnung und Gästemappe

Der Vertrag macht die Hausordnung zu seinem Teil, und die Regeln gelten nur, wenn der Gast sie vor der Buchung kannte. Am einfachsten schicken Sie dafür einen Link mit. Mit GuestQR steht die Hausordnung in der digitalen Gästemappe, zusammen mit Anreise, Abreise, WLAN und Tipps für die Umgebung. Den Link schicken Sie mit dem Vertrag. Ihre Gäste lesen die Mappe auf dem Handy in ihrer Sprache, einer von acht, ohne App. In der Wohnung führt das QR-Poster an der Wand zur selben Mappe.


